01 BE Hallenbrand Jois

13.02.2025

Brandeinsatz am 13.02.2025 um 11:29 Uhr: B3/Wirtschaftsgebäude/Jois

Am 13. Februar 2025 um 11:29 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Jois (Bezirk Neusiedl am See) zu einem Brand in einem Wirtschaftsgebäude im Ortsgebiet alarmiert. Aufgrund der Alarmstufe B3 wurden zeitgleich auch die Feuerwehren Neusiedl am See, Winden am See sowie die Drohneneinheit aus Rust verständigt.

Bereits auf der Anfahrt bot sich ein dramatisches Bild: Eine dichte, schwarze Rauchwolke stieg über Jois auf und war bereits aus großer Entfernung sichtbar. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die betroffene Halle bereits in Vollbrand.

Sofortiger Löschangriff unter schwierigen Bedingungen

Unverzüglich begannen die Feuerwehrkräfte unter schwerem Atemschutz mit einem umfassenden Außenangriff. Während der Löscharbeiten wurden mehrere Gasflaschen im Gebäude entdeckt, was die Gefahrensituation zusätzlich verschärfte. Umgehend wurde in perfekter Zusammenarbeit mit der Rettung und der Polizei die Evakuierung angrenzender Gebäude eingeleitet – eine Maßnahme, die rasch und höchst professionell umgesetzt wurde.

Aufgrund der Brandausbreitung und der schwierigen Löschbedingungen wurden weitere Einsatzkräfte aus Bruckneudorf, Weiden am See und Parndorf nachalarmiert. Immer wieder stürzten Teile des Hallendaches ein, sodass der Fokus auf massive Löschangriffe von außen gelegt wurde. Neben mehreren B- und C-Rohren kamen auch die Teleskopmastbühne und die Drehleiter zum Einsatz.

Besitzer verletzt – Löscharbeiten bis in die Morgenstunden

Der Besitzer des Gebäudes konnte noch zwei Fahrzeuge aus der brennenden Halle retten, atmete dabei jedoch giftigen Rauch ein und wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus Kittsee gebracht.

Erst gegen 17:00 Uhr konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden, sodass die unterstützenden Feuerwehren nach und nach abrücken konnten. Die Feuerwehr Jois stellte eine Ablösemannschaft, die das gesamte Objekt über Nacht bewachte und immer wieder aufflammende Glutnester ablöschte.

Schließlich konnte am 14. Februar um 7:45 Uhr, nach insgesamt mehr als 20 kräftezehrenden Stunden, "Brand aus" gegeben werden.

Großer Dank an alle Einsatzkräfte

Insgesamt standen sieben Feuerwehren mit 20 Fahrzeugen und über 80 Feuerwehrmitgliedern im Einsatz. Ein besonderer Dank gilt den Feuerwehren Neusiedl am See, Winden am See, Rust, Bruckneudorf, Weiden am See und Parndorf, dem Roten Kreuz, dem Arbeiter-Samariterbund, der Polizei sowie der Landessicherheitszentrale Burgenland für die hervorragende Zusammenarbeit bei diesem Großschadensereignis.

Bericht ORF
Bericht Kurier